Jung und Alt
was ist denn hier los?

Freitag, den 1.2.2008, e-werk, 21.00 Uhr
Fünf Jahre ist es her, als TV-Produzent Roland Steinberg mit „unser weimar – die openSoap” eine Kultserie kreierte. Eine Serie, die unzählige Stars hervorgebracht und Weltkarrieren gestartet hat. Wer erinnert sich nicht mit Tränen in den Augen an die Kultauftritte von Rapper Ize? Oder an Nina Colada, die attraktive Schauspielerin und Geliebte des selbst ernannten Kulturpaten Gerd B. Baggermann? Doch was ist aus ihnen geworden? Wo steckt Leo Freitag? Hat Thomas Lindberg inzwischen einen Oscar bekommen? Und wer erschoss nun wirklich den Wirt Lu Dwig? Und: Sind Zeitreisen möglich? Antworten auf diese und andere Fragen, die niemand so stellen würde, liefert die Exklusiv-Show „2013: openSoap revisited”.
Unicato Show im mon ami

Unicato – Die Gala zum Magazin | Public Screening | After-Show-Party
Als eine innovative Zusammenarbeit der ACC Galerie Weimar, der Fakultät Medien der Bauhaus Universität Weimar und dem Jugend- und Kulturzentrum mon ami wird die Unicato Show das neue Jahr 2008 im wahrsten Sinne des Wortes einklingen lassen. Eingeladen sind, mit Unterstützung des MDR, die bundesweite Prominenz aus Film, Funk, Fernsehen und natürlich auch alle Liebhaber der außergewöhnlichen Unterhaltungskunst. Und damit selbstverständlich Sie!
Alexandra Janizewski und Olaf Nenninger präsentieren den galanten Tonkünstler Andreas Max Martin und Band. Der bekannte Trompeter und Sänger besticht durch Eleganz und Leichtigkeit. Die gelungene Kombination deutschsprachiger Texte, ausgefallener Musik und bezaubernder Moderation betont den Galacharakter des Abends.
Singer and Songwriter Martin Kohlstedt begeistert das Publikum mit emotionalen und einzigartigen Kompositionen am Piano. Cyrill Raabe begleitet am Saxophon.
Desgleichen gibt sich die Ehre: der Prinz von Thüfleiwa. Der galaeske Charme des Abends wird so durch eine Performance aus Musik, Theater und Magie vor einer atemberaubenden Kulisse unterstrichen.
Das Jazz Trio Wieland aus Weimar offeriert mit professionellem und virtuosem Sound gehobene Unterhaltung der Extraklasse.
Bewegte Momente schenkt uns das Film-Theater-Serien-Projekt „openSpoap“. Unsere Freunde der spontan-inszenierten Doku Soap tüfteln bereits am Plot für die Unicato Show. Weiter geht’s im extravaganten 20er-Jahre-Look und mit melodiösem Clubsound: 20 degrees aus Erfurt, eine optische und akustische Augen- und Ohrenweide. Glamourös und elegant gleichermaßen!
Damit nicht genug: das Public Screening im Anschluss an die Show gipfelt in einer After-Show-Party. Dem Publikum wird von DJ Gor und Nils Kummer außerordentlich eingeheizt. Electro live acts vom Feinsten!
Mit diesem Kuriosum verabschiedet sich das Unicato-Show-Team in die Winterpause. Verpassen Sie also nicht die einzigartige Gelegenheit sich vom Charme der Gastgeber und den vielseitigen, musikalischen Gästen verzaubern zu lassen.

Mi 23.1.2008 | 22:00 | 00:00 | Open End
Mon Ami | Weimar
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Was ist die openSoap überhaupt?
Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es per Video auf der openSoap Projektseite.
(Vielen Dank an die Bürgerjournalisten Mark Hansen und Egemen Demirci.)
Zweite Folge der openSoap online

Anschauen & Mehr Informationen auf openSoap.de
Unicato-Show am 7.Oktober
und die openSoap ist wieder mit einem aktuellen Arbeitsstand dabei.
Die Unicato Show | 7.11.2007 | 22:30 | mon ami
Mittwochabend, hochgeklappte Bürgersteige, Kälte, nichts los in Weimars Straßen… Doch da braut sich was zusammen hinter den erleuchteten Fenstern des Kulturzentrums mon ami! Einst in der lauschigen Enge des ACC-Cafés geboren und nun auf dem Weg in die großen Unterhaltungssäle der Goethe- und Schiller-Metropole: Die Unicato Show! Einmal monatlich präsentieren Künstler live on stage bislang Unerhörtes und Ungesehenes, Witziges und Trauriges – beim „Public Viewing“ reichen sich Traditionalisten und Trendsetter die Mikros vor dem rituellen „Public Screening“ von „Unicato“ – dem studentischen Filmmagazin im MDR-Fernsehen. Auch dieses Mal sind den charmanten Conferenciers Alexandra Janizewski und Olaf Nenninger wieder fulminante Künstler ins Netz gegangen: die Julia Luis Band. Sie experimentiert mit der deutschen Sprache, erzählt mal authentische, mal absurde Geschichten. Ein facettenreiches Spiel, bei dem die Band der Sängerin in nichts nachsteht. Jazz vom Feinsten.
Die „Blowing Bones“ gelten zu Recht als freche Antwort auf “Apocalyptica” oder die „Leningrad Cowboys“. Das Weimarer Blechblasereignis trötet, posaunt und trompetet für Euch. Katja Weber, Doc Mulei, Helfried Schmidt und Karsten Luther aka Kalu und 6 weitere Solisten heizen im mon ami mächtig ein.
Skaline aus Weimar gibt sich ebenfalls die Ehre. Chaotisch talentierte Musiker in fetter Besetzung. 8 junge und begabte Menschen, die auf Berühmtheit, Geld und Erfolg hoffen.
Im Interview begrüßt die Unicato Crew die Weimarer Antwort auf „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“. Das Film-Theater-Serien-Projekt „openSoap“ ist zweifellos das avancierteste Newcomer Konzept der Jetzt Zeit. »Was ziehe ich an?«, »Was soll ich tun?« oder »Liebt er mich wirklich?«, Fragen, auf die es heute Abend Antworten geben wird.
art.tack global …entwirft und präsentiert Kultur, …unterstützt Kulturschaffende, ..ist Kultur. Martin Kohlstedt berichtet über neueste Aktivitäten des Vereins zur Förderung junger Innovativer. Ein Blick über den eigenen Tellerrand sei erlaubt – ein Ausflug in’s Eichsfelder Boom Town Geschehen.
Johannes Romeyke, Videokünstler, stellt ein im Sommer 2007 entstandenes Projekt der Thüringer Allgemeinen in Kooperation mit der Bauhaus-Universität vor. Der Thüringer Augenzeuge, ein Videoblog auf der TA website, sorgt für Furore. Informationen und ein Blick hinter die Kulissen der Politiker im Landtag, ein ungewöhnliches Onlinetagebuch wird vorgestellt.
Weitere Neuerung: Auch der dazugehörige Mitarbeiterstab hat sich ein wenig vergrößert: Hinter den Kulissen steht nun ein 30-köpfiges Spezialistenteam aus Studenten der Bauhaus-Universität Weimar, der zukünftigen Medien-Elite unseres Landes.
Die Unicato Show im mon ami. Mehr Platz – noch mehr Zuschauer – noch mehr Spaß.
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(dieser Text ist dem eMail-Newsletter der ACC-Galerie entnommen)
November 2, 2007 – 5:53 amopen. Soap. Live. Heute.
October 26, 2007 – 12:56 pmopenSoap: Folge 1 online, Folge 2 im ewerk
Liebe Freundinnen und Freunde von “unser weimar – die openSoap”,
am Freitag, den 2.11.2007, gehen wir in die zweite Runde und als Vorbereitung gibt es die erste Folge nun zum online anschauen auf www.opensoap.de (in 3 YouTube-Teilen).
Rapper Ize scheint es endlich geschafft zu haben. Sein Auftritt als MC Hot Dog im Weimarer e-werk war ein großartiger Erfolg. Ein Plattenvertrag scheint nur noch eine Frage der Zeit. Auch bei Leo scheint sich das Blatt zu wenden. Dank Wirt Ludwig könnte ihr das Kunststück gelingen, ohne eigenen Führerschein Kurierdienstfahrerin für Medikamente zu werden. Doch welchen Preis wird Ludwig für seine Hilfe verlangen und was führt er im Schilde? Florentine wohnt inzwischen in Nürnberg und forciert ihre Schauspielkarriere. Da ihr Zimmer in der WG von Leo und Fabian noch nicht wieder vermietet wurde, gibt es diesmal die Gelegenheit in der WG vorstellig zu werden, um dort einzuziehen. Bewerber melden sich bitte an der Abendkasse. Ebenfalls ungeklärt ist die zwielichtige Rolle des Kulturpaten von Weimar, Gerd B. Baggermann, der wohl mehr als nur ein Auge auf die Schauspielerin Nina Colada geworfen. Kann sich Fabian alias Thomas Lindberg diesen Umstand möglicherweise zu Nutze machen, um für seinen neuen Film endlich die bisher verwehrten Drehgenehmigungen zu bekommen? Und wer wird diesmal als Gastregisseur aus dem Ensemble des dnt die Darsteller der Soap zu Höchstleistungen führen?
Das alles und noch viel mehr gibt es am Freitag, den 2.11.2007 um 21.00
Uhr im e-werk, wenn es heißt: “Kamera läuft!”.Karten 03643 – 755 334 / service@nationaltheater-weimar.de
nationaltheater-weimar.de / opensoap.deOctober 19, 2007 – 1:23 pmopenSoap – sneak preview
Auf youtube gibt es die beta-Version des Intros zu sehen, gefolgt von einem kleinen was-bisher-geschah-Zusammenschnitts der ersten Folge.
October 17, 2007 – 12:12 pmopenSoap zu Gast im ACC
Mi 17.10.2007 | 22:30 | 00:30
Unicato im ACC Café
Unicato – Die Show zum Magazin | Public screening
Es kracht wieder im ACC! Mit aktuellem Staraufgebot meldet sich die Unicato Show aus der Sommerpause zurück. Weimars einziges Live-Unterhaltungsformat hat jede Menge Ramba Zamba im Gepäck.Und packt aus!
Moderatorin Alexandra Janizewski und Co-Moderator Olaf Nenninger präsentieren selbstverliebt wie eh und je News and Stories aus dem legendären Who’s Who der Weimarer New Media Underground Szene. Am Start ist die Weimarer Produktionsfirma Gruppe Weimar, die mit ihrem Kurzfilm “Outsourcing” auf dem Internationalen Filmfestival in Mailand den Camera del Lavoro Award gewonnen hat. Außerdem präsentiert sich eine unser Weimar – die openSoap Delegation, die am 5.10.2007 ihre Premiere im e-werk begangen hat.
Die hochkarätigen Reportagen erfahren jeweils kurzzeitige musikalische Intermezzi.
Maria Schween wird mit ihren tiefgründig lyrischen Texten und ihrer kristallklaren Stimme bezaubern. Opernsänger Frieder Aurich (DNT) sucht die Begegnung mit der leichten Muse und beglückt die Operettenliebhaber unter Euch. Solorepetitorin Barbara Kler (DNT) wird dem zweifellos hohen Anspruch der Show in jedem Fall gerecht. In der Kategorie „Band ohne Namen“ ist für Überraschung gesorgt. Höhepunkt des Abends ist natürlich die lebhafte Rezeption von Unicato – dem studentischen Filmmagazin. Übrigens, Unicato begeht in diesem Monat sein Einjähriges mit einer besonderen Jubiläumssendung. Geschenke?!
Diese Veranstaltung wird vom ACC in Zusammenarbeit mit der Bauhaus Universtät Weimar, Fakultät Medien, Professur Medien-Ereignisse und dem MDR präsentiert.Eintritt frei!
September 27, 2007 – 2:56 pmopenSoap
Nach my god rides a skateboard in der letzten Spielzeit folgt mit unser weimar – die openSoap nun die Fortsetzung des Prinzips, Menschen aus Weimar auf die Bühne zu holen.
Dafür wird sich das e-werk am Freitag, den 5.10.2007 erstmals in die Studiokulisse von unser weimar verwandeln, wo hoffnungslose Talente aus Weimar so existentiellen Fragen nachspüren wie:
»Was ziehe ich an?«, »Was soll ich tun?« oder »Liebt er mich wirklich?«Begleitet also Rapper Ize bei seinem Versuch, endlich als Hip Hop-Star durchzustarten. Seid gespannt, ob es der schüchternen Partymaus Rike gelingt, den attraktiven Handwerker Richie rumzukriegen? Und werdet Zeuge, in welche schmutzigen Geschäfte der selbsternannte Kulturstadtdirektor Gerd B. Baggermann verwickelt ist.
Oder greift einfach selbst in die Serie ein.
Das openSoap-Prinzip macht es möglich….Karten: 03643 – 755 334 / service@nationaltheater-weimar.de
nationaltheater-weimar.de / opensoap.colorviolence.net
Spielplan des NationatheatersPodcast abonnieren: RSS Feed (Was ist ein RSS Feed?)
September 27, 2007 – 2:05 pmmy god rides a skateboard – theater? für wen eigentlich?
War ein Theaterprojekt, welches sich der Aufgabe verschrieben hatte das Weimarer Stadttheater zu hinterfragen und sich auf den Weg zu begeben eine künstlerische Plattform für Menschen aus Weimar zu schaffen. Das Deutsche Nationaltheater in Weimar für seine Stadt noch weiter zu öffnen und Impulse von aus außen auf der Bühne aufzunehmen um dementsprechende Impulse auch wieder in die Stadt einzubringen, waren die stärksten Leitfäden des gesamten Projekts. Einen langfristigen Prozess innerhalb der Stadt anzuregen wurde dabei für viele einzelne in der eigens für dieses Projekt zusammengetretenen Gruppe zum Fernziel.
“my god rides a skateboard – theater? für wen eigentlich?” wurde so zu einer Art Piloten für eine Serie von Veranstaltungen, Ideen und Projekten die sich mit den sie umgebenden Bedingungen thematisch auseinanderzusetzen versuchen.
Die “K-Gruppe” ist die aktive Grundsäule dieses Pilotprojektes gewesen und ist in leicht veränderter Konstellation zur treibenden Kraft und zum oftmaligem Ideengeber für die weiteren Ausläufer dieses künstlerischen Projektes geworden.
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Unter K-Gruppe werden nun alle Beiträge gesammelt die in irgend einer Weise in Verbindung zu diesem Piloten stehen.
Unter mygodridesaskateboard sammeln sich alle Einzelbeiträge, Veranstaltungsdokumentationen und Prozesseinblicke die im direkten Zeitraum (Januar – Juni 2007) und Rahmen (Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes) des Piloten stattgefunden haben. Ältere Beiträge des ColorViolence.netzwerks zu diesem Thema werden dort einfach eingegliedert.
Unter openSoap verbirgt sich der derzeitig größte Spross der K-Gruppe und der aktuelle Versuch eine dauerhaft wirkende Plattform in Anlehnung an “my god rides a skateboard – theater? für wen eigentlich?” zu installieren.
April 20, 2007 – 9:58 pmregie? für wen eigentlich?
Steht im Mittelpunkt des Theaters tatsächlich der (verwundete) Mensch und seine Geschichte(n)? Ist es die Aufgabe und Verantwortung der Theaterschaffenden, sich auf die politisch-poetische Situation des Menschseins, die „condicio humana”, zu konzentrieren und dem Einzelnen wie der Gruppe wieder zu Präsenz – Anwesenheit und Sichtbarkeit – zu verhelfen, eine Aura um das
(Da-)Sein wiederzuerschaffen, die religiösen und humanistischen Grundwerte wieder physisch fühl- und sichtbar zu machen?
In diesem überwiegend mit theaterfremden Menschen gestalteten Projekt ging es ganz be-
sonders darum, die beteiligten Menschen und ihre Geschichte(n) in den Mittelpunkt zu rücken.
Es galt, sie bei dem Versuch, gehört zu werden, den Mut und das Selbstvertrauen zu entwickeln,, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen und sich vor anderen, die zuschauen, ganz
konkreten persönlichen und politischen Fragen zu stellen, zu unterstützen. Der Prozess rückte in den Vordergrund, das Ergebnis eines künstlerisch anspruchsvollen Abends blieb zwar im Blickfeld, wurde aber nicht zum Richtwert des „Erfolgs“ der künstlerischen Arbeit gemacht. Dieser Prozess war häufig chaotisch, anarchistisch, annähernd unmöglich, schien zum Teil mit einem Mangel an Disziplin, Aufmerksamkeit, manchmal sogar Interesse, einherzugehen. Die Phase des scheinbaren Mangels an klaren Strukturen war notwendig, um die Gruppe zum Hauptentscheidungsträger und Verantwortlichen für das Projekt zusammenwachsen zu lassen. Durch eine Anzahl persönlicher und gemeinschaftlicher Krisen entwickelte sich so nach und nach eine rücksichtsvolle und verantwortliche
Gruppe. Im Englischen nennt man diese Dynamik „The Group Mind”. „The Group Mind“, auf Deutsch, das Handlungsbewusstsein der Gruppe, wird in der angelsächsischen Theaterkultur sehr geschätzt: die Bereitschaft und der Wille der Gruppe zu kreativer Zusammenarbeit. Dazu gehören (und müssen geübt werden!!) wirkliches Zuhören, das sich Einlassen des Einzelnen auf das Fremde und Andersartige, der Mut, unvertraute Denk – und Arbeitsweisen auszuprobieren, und ein Grundvertrauen in die sich entwickelnden gruppendynamischen Selbstregulierungs-Mechanismen. Diese Erfahrung steht als Arbeitsergebnis im Mittelpunkt des kreativ-kollektiven Prozesses der letzten Wochen.Verfasst von Sven Miller, Regie
April 20, 2007 – 9:55 pmtheater? für wen eigentlich?
Mit dieser Frage im Gepäck haben wir uns in einem ersten Schritt vor mehr als einem halben Jahr auf die Reise durch Weimar begeben, um herauszufinden, was die Menschen hier über Theater denken oder davon erwarten. Kurz zusammengefasst lässt sich festhalten, dass den meisten Theater, respektive das DNT als integraler Bestandteil der Weimarer Kulturlandschaft gilt.
Auf Nachfrage gaben sehr viele der Befragten aber auch zu, selbst kaum noch oder gar nicht mehr ins Theater zu gehen. Die einen beklagten, dass sie zu lange arbeiten müssen, den anderen ist der Eintritt zu hoch und wieder andere interessieren sich erst gar nicht dafür, was sich hinter der Theaterfassade abspielt.
Dass Theater aber noch immer fasziniert, wenn man denn erst einmal drinnen ist, davon
konnten wir uns in Phase Zwei von „my god rides a skateboard“ überzeugen. Mit zahlreichen, dem Theater fern stehenden, Personen haben wir aktuelle Inszenierungen an unserem Haus besucht. Und immer, ob Tanz, Oper oder Schauspiel, war die Überraschung groß, dass Theater weit mehr ist, als die oft befürchtete „Langeweile für ältere Herrschaften“, also Menschen jenseits der 30. Wohl gerade auch deshalb haben sich schließlich fast zwanzig junge WeimarerInnen darauf eingelassen, in einer abschließenden dritten Projektphase gemeinsam mit uns Theater-machern einen Theaterabend zu entwickeln, der sich mit ihrer eigenen Situation, Weimar und ihrer Sicht auf Theater auseinandersetzt.
Diese dritte Projektphase, stellte die wohl schwierigste Herausforderung nicht nur an uns, sondern auch an die Produktionsbedingungen eines Stadttheaters dar. Wir hatten uns auf einen Prozess, eine offene Dramaturgie eingelassen, mit dem Ziel, mit der Gruppe die Inhalte und die Struktur der beiden Aufführungen zu entwickeln. Die offenen und vertrauensvollen Gespräche, das große Engagement der Beteiligten, der stets respektvolle Umgang miteinander und die Tatsache, dass niemand abgesprungen ist, haben jedoch alle Mühen aus unserer Sicht mehr als gerechtfertigt. Und dass die Gruppe von sich aus schließlich sogar bei Goethes „Faust“ landete, dessen Verse sich nicht nur gut rappen lassen, hätten wir beim besten Willen nicht vorhersehen können.Verfasst von Lutz Keßler, Dramaturg des Projekts
April 2, 2007 – 8:53 pm‘MY GOD RIDES A SKATEBOARD’ – Theater? Für wen eigentlich?
Was macht dein Gott?
flüssig machen, was flüssig gehört
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Am Anfang standen 3 Monate intensiver Gespräche in Gruppen von 3 bis 30 Personen. Mittlerweile hat sich daraus eine künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Nationaltheater und einer Vielzahl von ursprünglich dem Theater fremden Menschen entwickelt. Menschen, die zum Teil verschiedener nicht sein könnten, haben sich gemeinsam in einen
kreativen Prozess begeben. Was sie alle verbindet, ist die Bereitschaft, einen Teil ihrer ganz
persönlichen Sicht auf Weimar und die Welt beizusteuern. Man hat gemeinsam das Weimarer Theater besucht, diskutiert und sich der Herausforderung gestellt, selber Theater zu machen.
Für mich hat sich nun aus all den vergangenen Stunden ein Zielgedanke herauskristallisiert: Unser Theater ist kein Ort der ganz großen Illusionen, sondern ein Ort, der sich in seiner ganzen Dimension dieser Stadt zu öffnen versucht. Das Deutsche Nationaltheater ist eines der imposantesten Symbole Weimars für die Weimarer Klassik, aber auch ein Ort, an dem Menschen jeglicher Herkunft und Gesinnung zusammenkommen können. Ich verstehe nun unsere Präsenz auf der Bühne als unseren ersten Schritt in Richtung eines neuen Dialogs mit dem Theater.
Kreativität und kulturelles Engagement sind gesellschaftliche Elemente, die einer ständigen Bewegung ausgesetzt sind, die Impulse aus ihrem Umfeld aufnehmen, aber auch an ihr Umfeld weiterreichen. Dieser Flüssigkeit der Dinge ein Kanalsystem zu bauen, ohne ihr ein festes und vorgefertigtes Ende zu geben, ist die momentane Arbeit aller Beteiligten des Projekts. Das Ziel dabei ist, einen Prozess anzuregen, der über den eigentlichen Theaterabend hinaus wirken soll. Den Dialog zu suchen und zu führen, wird gemeinsame Möglichkeit, aber auch gemeinsame Aufgabe von Bühnenakteuren und Gästen der Vorstellungen sein. Konfrontationen und Konflikte aus dem Weimarer Alltag, wie zum Beispiel die Skaterproblematik auf dem Theaterplatz, das Aufstreben junger Künstler aus dem öffentlichen Raum, Weimarer soziale Realitäten uvm. werden durch die Beteiligten des Projektes thematisiert. Welche Impulse von jenseits der Bühne kommen werden, erwarten wir mit Spannung.
Artikel verfasst von Lucian Patermann, Beteiligter des Projektshomepage | service@nationaltheater-weimar.de



